Umsetzungsprojekt · Hochschule Esslingen

PoMmEs

Prospektives, optimiertes Mobilitätsmanagement an der Hochschule Esslingen

Laufzeit01/2026 – 06/2027
KonsortialführerHochschule Esslingen
StandorteEsslingen & Göppingen

Die Hochschule Esslingen entwickelt mit PoMmEs ein integriertes Mobilitätsmanagement, um Emissionen im Pendel- und Dienstverkehr wirksam zu senken. Das Vorhaben verbindet Mobilitäts-Hubs, digitale Buchungs- und Informationssysteme sowie datenbasierte Evaluation in einem gemeinsamen Ansatz.

Ausgangslage

Die vorliegenden Erhebungen zeigen einen hohen Handlungsbedarf: Der Bereich Mobilität hat mit 39 Prozent (rund 4.200 t CO₂e pro Jahr) den größten Emissionsanteil der Hochschule. Gegenüber 2019 ist dieser Anteil um rund 9 Prozent (ca. 550 t CO₂e) gestiegen. 98 Prozent der mobilitätsbezogenen Emissionen entstehen durch Pendelverkehre. Gleichzeitig sind Pkw-Stellflächen stark ausgelastet, während nachhaltige Angebote bislang nur eingeschränkt sichtbar und durchgängig nutzbar sind.

Standortübergreifender Ansatz

PoMmEs adressiert die unterschiedlichen Mobilitätsanforderungen der Standorte in Esslingen und Göppingen mit einem abgestimmten Gesamtkonzept. Geplant sind standortspezifische Mobilitäts-Hubs, die nachhaltige Angebote bündeln und den Wechsel zwischen den Campusstandorten erleichtern.

Abbildung 1: Standortübergreifendes Hub-Konzept mit den geplanten Mobilitäts-Hubs und Wegeverbindungen zwischen den Standorten.
Ziele des Projekts

PoMmEs verfolgt drei operative Ziele:

1

Weniger motorisierter Individualverkehr

Reduktion des motorisierten Individualverkehrs beim Pendeln und zwischen Standorten.

2

Mehr geteilte, emissionsarme Mobilität

Erhöhung der Nutzung geteilter und emissionsarmer Verkehrsmittel bei Dienstwegen.

3

Digitaler, effizienter Fuhrpark

Verbesserung der Digitalisierung und Effizienz im Fuhrparkmanagement.

Das Projekt leistet damit einen Beitrag zu den Klimazielen von Bund und Land. Auf Bundesebene sind im Klimaschutzgesetz unter anderem eine Minderung der Treibhausgasemissionen um mindestens 65 Prozent bis 2030 (gegenüber 1990) sowie Netto-Treibhausgasneutralität bis 2045 verankert.

Integrierte Mobilitätsplattform

Kern des Projekts ist eine Plattform, die Mobilitätsangebote aus einer Hand zugänglich macht. Sie verbindet Buchung, Information und Orientierung für den Hochschulalltag sowie für standortübergreifende Wege und Dienstfahrten.

Abbildung 2: Einstieg in die PoMmEs-App über den Hochschul-Account als zentraler digitaler Zugang zu Mobilitätsangeboten
  1. Buchung und Verwaltung von Mobilitätsangeboten aus einer Hand.
  2. Schnittstellen zu bestehenden MaaS- und Sharing-Diensten.
  3. Auswertung relevanter Nutzungs- und Betriebsdaten.
  4. CO₂-bezogene Transparenz für Mobilitätsentscheidungen.
  5. Dashboards für Monitoring und Kommunikation.
  6. Personalisierte Vorschläge für nachhaltigere Mobilitätsoptionen.
Nutzung, Anreizsystem und Forschung

PoMmEs kombiniert praktische Nutzung mit wissenschaftlicher Begleitung. Die App macht nachhaltige Mobilitätsangebote unmittelbar nutzbar und ergänzt sie um Anreizmechanismen, um Verhaltensänderungen im Alltag zu unterstützen. Dazu gehören spielerische Elemente, die Motivation und dauerhafte Nutzung fördern.

Parallel werden nicht-personenbezogene Nutzungs- und Auslastungsdaten ausgewertet, um die Wirkung der Maßnahmen systematisch zu bewerten und das Angebot datenbasiert weiterzuentwickeln.

Abbildung 3: Startansicht der PoMmEs-App mit Mobilitätszugang, Gamification-Elementen und Darstellung des Forschungsbezugs
Mehrwert und Transfer

PoMmEs ist als anwendungsnahes Reallabor konzipiert und auf Übertragbarkeit ausgelegt. Der Mehrwert liegt in drei Transferpfaden:

1

Hochschultransfer

Übertragbare Konzepte für Multi-Campus-Standorte mit unterschiedlichen Mobilitätsprofilen.

2

Kommunaler & institutioneller Transfer

Anwendbare Bausteine für Kommunen, Verwaltungen und öffentliche Einrichtungen.

3

Wissenschaftlicher Transfer

Datengestützte Erkenntnisse zu Wirksamkeit, Akzeptanz und Skalierbarkeit integrierter Mobilitätsmaßnahmen.

Förderung

Fördermaßnahme Betriebliches Mobilitätsmanagement

Das Projekt wird im Rahmen der Förderlinie »Betriebliches Mobilitätsmanagement« (Förderaufruf vom 10.07.2025) umgesetzt und läuft von Januar 2026 bis Juni 2027. Die Initiative wird im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) durchgeführt vom Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM), der TÜV Rheinland Forschungs- und Innovationsmanagement GmbH sowie der B.A.U.M. Consult GmbH.

Weitere Informationen zum Projekt sind auf der Webseite von mobil gewinnt zu finden.

Kontakt

Christopher

Christopher

Anwendungszentrum KEIM

Kerim

Kerim

Anwendungszentrum KEIM

Andreas

Andreas

Anwendungszentrum KEIM